Am vergangenen Wochenende gab es zwei virtuelle Kultur-Highlights im „Yiddishland“ — einen musikalischen Leckerbissen aus Malmö und ein ganz besonderes literarisches Event in New York. 


Den musikalischen Beitrag lieferten Louisa Lyne und ihre Yiddishe Kapelye

Eigentlich hatte die schwedische Band für 2020 eine große Tournee geplant. Aber dann kam Corona und die Tournee musste — wie so viele andere Dinge — abgesagt werden. 

Als kleines Trostpflaster spielten Louisa und Band am 18. Dezember 2020 ein Live-Konzert im Palladium in Malmö — ohne Publikum, aber mit viel Gefühl und ganz besonderer Stimmung. 

„Wir widmen dieses Konzert allen, die im vergangenen Jahr auf die eine oder andere Art zu leiden hatten“, leiten Louisa und die Yiddishe Kapelye das Konzert ein.

Alle Lieder gehen unter die Haut. Einen ganzen besonderen Eindruck haben „Mir lebn eybik“ (05:50) und „Lomir tantsn“ (11:15) hinterlassen.

Der Konzertmitschnitt ist auf der Website Musik i Syd Channel zu sehen.


Das zweite Kultur-Highlight des Wochenendes lieferte die Folksbiene in New York mit einer mitreisenden Lesung von Chava Rosenfarbs Theaterstück „Der Foygl fun Geto“ (The Bird of the Ghetto). 

Das Stück thematisiert den Widerstand im Ghetto Vilnius und das Schicksal von Jitzchak Wittenberg, dem Kommandeur der Widerstandsorganisation Fareinikte Partisaner Organisatzije (FPO). 

Chava Rosenfarbs Stück wurde zuvor in englischer und hebräischer Fassung auf die Bühne gebracht. Die Produktion der Folksbiene ist die Erstaufführung des Stücks in der Originalsprache Jiddisch.

„Der Foygl fun Geto“ (mit englischen Untertiteln) kann bis zum 22. April (20.00 Uhr) auf der Website der Folksbiene gestreamt werden.